Das Internet ist heute nicht nur gut um an Informationen zu kommen, oder zum Spielen, sondern ist auch ein Marktplatz. Ein Marktplatz auf denen Unternehmen ihre Waren und Dienstleistungen anbieten. Alleine heute gibt es weit über 15 Millionen Internetseiten die mit einer .de-Domain versehen sind. Monatlich steigt das Angebot an Internetseiten um rund 45.000 Seiten. Gerade da heute viele Menschen das Internet als Informationsquelle, aber auch zum kaufen verwenden wird, ist es für Unternehmen sehr wichtig. Aus diesem Grund sind auch viele Unternehmen im Internet vertreten. Doch während man noch frei über die Art und den Umfang von seinem Auftritt im Internet entscheiden kann, gibt es auch sogenannte Pflichtangaben. Erfüllt man diese Pflichtangaben nicht, kann dies schnell zu viel Ärger führen. Die Rede ist vom Impressum und notwendigen Angaben zum Datenschutz. Nachfolgend beschäftigen wir uns mit dieser Frage, insbesondere was man alles beachten muss.

Erste Pflicht: Impressum

Wer eine Internetseite besucht, der findet immer auch eine Unterseite mit der Bezeichnung „Impressum“. Dem Impressum muss man immer entnehmen können, wem die Internetseite gehört. Es handelt sich hierbei um eine Pflichtangabe, die man gemäß dem Telemediengesetz erfüllen muss. Das Impressum muss hierbei eine Vielzahl an Daten umfassen Dazu muss man neben dem Namen, bei Firmen auch den Firmennamen einschließlich der Rechtsform entnehmen können. Je nach Rechtsform, müssen auch spezifische Angaben, wie zum Beispiel bei einer GmbH-Gesellschaft auch das zuständige Handelsregister und die Nummer angegeben werden. Weitere Pflichtdaten sind die Anschrift sowie Kontaktmöglichkeiten, wie Telefon, Fax und E-Mail. Auch muss man als Firma angeben, wie die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und das Finanzamt lautet. Das Ziel dieser Reihe an Angaben ist klar, der Besucher muss sofort erkennen können, wer hinter dieser Internetseite steckt, wie man diesen kontaktieren kann und über welche Zulassungen man verfügt. Neben dieser Reihe an Angaben die man bei einer Webseite für Hotels oder eine Webseite für Bauunternehmen finden muss, gibt es auch ergänzende Pflichtangaben. Diese kann es zum Beispiel bei bestimmten Berufen, wie Ärzte oder Rechtsanwälte geben. Hier muss der Hinweis gegeben werden, zur zuständigen Berufskammer. Bei Handwerkern kann dies die Nennung der Eintragung in die Handwerksrolle, einschließlich der zuständigen Handwerkskammer sein. Hier Zu den Pflichtangaben, machen hier manche Berufskammern, wie zum Beispiel die Ärztekammer weitergehende Vorgaben für den Betrieb einer Webseite für Ärzte

Webseite für Ärzte

Weitergehende Pflichtangaben für den Betrieb einer Webseite für Ärzte formuliert die Ärztekammer als Berufskammer. So muss das Impressum alle notwendigen Pflichtangaben erfüllen, die man auch sonst im Praxisverkehr auf Briefbögen oder Visitenkarten verwendet. Dazu gehört auch die Nennung der persönlichen Daten vom Arzt. Auch muss die konkrete Berufsbezeichnung und organisatorische Hinweise zur Praxis, wie zu den Öffnungszeiten aufgeführt werden. Weitere Angaben sind noch die Kontaktmöglichkeiten, aber auch E-Mail-Kontakt, ein Haftungsausschluss für externe Links auf der Internetseite, aber auch die Datenschutzerklärung und Hinweise auf das Telemediengesetz und den Rundfunkstaatsvertrag. 

Neben den Pflichtangaben die eine Arztpraxis angeben muss, formuliert sie auch unzulässige Inhalte. Unter unzulässigen Inhalten versteht hier die Ärztekammer zum Beispiel PDF-Dokumente der Bundesärztekammer oder Informationen zur ärztlichen Schweigepflicht. Verstößt man gegen diese Vorgaben beim Betrieb der eigenen Webseite für Ärzte, kann es zu einem Einschreiten der Ärztekammer kommen. 

Angaben zum Datenschutz

Seit 2016 gibt es für Betreiber von Internetseiten eine Erweiterung, nämlich der Datenschutz. Gemäß dem Paragrafen 13 vom Telemediengesetz muss die Internetseite, wie zum Beispiel eine Webseite für Hotels eine Datenschutzerklärung aufweisen. Nicht selten wird diese Datenschutzerklärung mit dem Impressum verfasst. Wobei man immer darauf achten muss, die Datenschutzerklärung muss für den Besucher der Internetseite sofort erkennbar sein. Natürlich werden sich jetzt viele Fragen, was der Hintergrund dafür ist? Die Antwort darauf ist einfach, hier geht es um die Erfassung der Daten der Besucher der Internetseite. Wer heute eine Internetseite aufruft, hinterlässt sofort eine Vielzahl an Daten, so zum Beispiel seine IP-Adresse, aber auch Daten zum Browser, zum Betriebssystem oder zu den besuchten Webseiten. Zudem gibt es natürlich auch Funktionen, bei denen die Besucher aktiv ihre Daten eintragen können. Hier sind Beispielhaft Gewinnspiele, aber auch Abos oder weitergehende Tools zur Webanalyse zu nennen. Mit diesen Daten kann man als Betreiber einer Internetseite viel Unsinn betreiben. So zum Beispiel kann man das Nutzungsverhalten dadurch feststellen oder die Besucher ausfindig machen. Auch können die Daten, gerade die persönliche Daten für Dritte, wie zum Beispiel aus dem Bereich der Werbung sehr interessant sein. Doch wer möchte schon ständig Werbeemails erhalten? Die Mehrheit wünscht sich das in der Regel nicht, gerade da es bei einer E-Mail meist nicht bleibt.

Aus diesem Grund stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, was mit diesen erfassten Daten passiert. So zum Beispiel ob diese Daten gespeichert werden, an Dritte weitergegeben werden oder ab wann sie gelöscht werden. Alle diese Informationen kann man der Datenschutzerklärung entnehmen. Diese Informationen muss auch eine Datenschutzerklärung umfassen. Abweichungen sind nicht zulässig und können für den Betreiber der Internetseite zu einem Problem führen. 

Aktualität beachten

Wer jetzt glaubt, ein einmal erstelltes Impressum oder eine Datenschutzerklärung und dann ist es gut, der täuscht sind. Vielmehr sollte man in regelmäßigen Abständen sein Impressum und seine Datenschutzerklärung auf Aktualität prüfen. Denn natürlich müssen die Angaben auch stimmen. Eine veränderte Anschrift, Kontaktdaten oder eine Abweichung bei der Datenspeicherung können dazu führen, dass man eine Überarbeitung seiner Angaben vornehmen muss

Kann sehr teuer werden

Wie schon erwähnt, kann ein fehlendes Impressum zu viel Ärger führen. Doch Ärger kann es auch geben, wenn die Angaben zum Impressum und dem Datenschutz nicht vollständig sind. Dieser Ärger kann in Form einer Abmahnung wegen einem Verstoß gemäß dem Wettbewerbsrecht durch einen Anwalt kommen. Ein Konkurrent der sich am Internetauftritt stört, kann schon zu einer solchen Abmahnung führen. Natürlich versteht es sich von selbst, dass eine solche Abmahnung mit hohen Kosten verbunden ist. So reicht hier die Bandbreit der möglichen Kosten von 600 bis 1.600 Euro. Wobei hier meist noch die Kosten für den Rechtsanwalt hinzu kommen. Zudem muss man in der Regel noch eine Verzichtserklärung unterzeichnen, in der man weitere Verstöße ausschließt. 

Verstoß beim Datenschutz

Wie teuer jetzt Verstöße bei einem fehlenden oder fehlerhaften Impressum wie bei einer Webseite für Bauunternehmen werden kann, wissen wir jetzt. Doch auch Verstöße bei der Datenschutzerklärung, sollte man nicht vernachlässigen. Hier kann nämlich nicht nur eine Abmahnung wegen einem Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht drohen, sondern auch eine Ordnungswidrigkeit. Die Basis ist dafür das Telemediengesetz nach Paragraf 16. Wer jetzt über keine Datenschutzerklärung verfügt oder diese fehlerhaft ist, muss mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen und natürlich noch mit den Kosten aus der Abmahnung, sollte eine solche noch erfolgen. Die Höhe vom Bußgeld bemisst sich hierbei am Schweregrad vom Verstoß der begangen wurde und kann dementsprechend schwanken. 

Damit nichts passiert 

Wie man sehen kann, ist der Betrieb von einer Internetseite für Firmen gar nicht so einfach. Vielmehr muss man eine Vielzahl von gesetzlichen Regelungen berücksichtigen, damit man auch auf der sicheren Seite ist, da es sonst sehr schnell teuer werden kann. Wer hier rechtssicher eine Webseite haben möchte, der sollte sich Unterstützung holen. Wer hier jetzt Bedenken wegen den Kosten hat, der sollte sich immer vor das geistige Auge führen, welche Kosten auf eine Firma zukommen können, wenn es zu einem Verstoß kommt. Diese Kosten stehen dann in keinem Verhältnis zu den Herstellungskosten einer guten und rechtlich einwandfreien Internetseite.

Ist Ihre aktuelle Webseite sicher vor Abmahnungen?

Wie wir Ihnen grade erklärt haben, sind die Rechtswege im Internet keine einfache Angelegenheit. Gerne können wir Ihre aktuelle Webseite kostenfrei auf rechtliche und technische Aspekte prüfen. Das Ergebnis wird Sie überraschen. Sie können Ihre bisherige Webseite dann anpassen lassen oder vielleicht macht es auch Sin, dass Sie eine neue und zukunftsorientierte Webseite erhalten. Das werden wir dann herausfinden, wenn wir Ihre Webseite geprüft haben. Daher jetzt hier einen kostenfreien Webseiten Check anfordern oder direkt ein kostenfreies Probedesign für eine neue Webseite.